Der FC Rot-Weiß Erfurt hat sich beim 1. FC Magdeburg II mit 3:2 (2:1) durchgesetzt und den ersten Sieg des Jahres eingefahren. Mit dem Dreier bleibt die Mannschaft als Tabellendritter in Schlagdistanz zu Spitzenreiter 1. FC Lokomotive Leipzig

Mutige Reaktion auf schwierige Anfangsphase
Im Vergleich zur Partie in Halle veränderte unser Trainerteam die Startelf auf drei Positionen. Romarjo Hajrulla kehrte nach abgesessener Sperre zurück, zudem begannen Maxime Awoudja und Laurenz Dehl. Nathan Fuakala nahm zunächst auf der Bank Platz, Ayooluwa Adesida fehlte verletzungsbedingt, Marco Wolf musste seine fünfte Gelbe Karte absitzen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt brauchten unsere Erfurter zunächst einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Die Gastgeber starteten druckvoll, kamen früh zu Standardsituationen und trafen durch Alexander Ahl Holmström sogar die Lattenunterkante.
Stanislav Fehler setzte in der 20. Minute mit einem strammen Abschluss aus der Distanz ein erstes Ausrufezeichen, das nur knapp am Pfosten vorbeistrich.


Rückstand als Weckruf – Hajrulla schlägt doppelt zu
In der 31. Minute gingen die Magdeburger durch Elisio Widmann in Führung. Doch wer dachte, unsere Erfurter würden in Schockstarre verfallen, sah sich getäuscht. Die Antwort folgte prompt – und eindrucksvoll.
Nur zwei Minuten später köpfte Romarjo Hajrulla eine Hereingabe von Obed Ugondu mit dem Hinterkopf zum 1:1 ins Netz. Und unsere Jungs legten nach: Keine 90 Sekunden später nutzte Hajrulla eine Unstimmigkeit im Magdeburger Strafraum, spitzelte den Ball am herauskommenden Keeper vorbei und stellte auf 2:1 für Rot-Weiß. Innerhalb kürzester Zeit drehte die Mannschaft das Spiel.


Eiskaltes Umschalten
Mit der Führung im Rücken traten unsere Erfurter nach der Pause noch selbstbewusster auf. Sie verteidigten kompakt und lauerten auf Umschaltmomente. Rund 350 mitgereiste Fans verwandelten die sonst fast leere Avnet Arena in ein Stück Heimat.
In der 69. Minute wurden sie direkt vor ihrer Kurve belohnt. Stanislav Fehler schickte Hajrulla auf die Reise. Zwar verpasste dieser seinen dritten Treffer knapp, doch er behielt den Überblick und legte quer auf Benjika Caciel. Der erkannte die freie rechte Ecke und schob überlegt zum 3:1 ein.

Zittern in der Nachspielzeit
In der Schlussphase warfen die Gastgeber noch einmal alles nach vorne. Unsere Erfurter stemmten sich mit Leidenschaft gegen die Angriffe und verteidigten mit großem Einsatz. In der achten Minute der Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Magdeburg, den Enis Bytyqi zum 2:3 verwandelte. Doch mehr ließen wir nicht mehr zu. Kurz darauf war Schluss und der verdiente Auswärtssieg perfekt.

Jetzt: Jubiläumsspiel im Steigerwaldstadion
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Am kommenden Samstag wartet im heimischen Stadion ein ganz besonderes Highlight: Unser großes Jubiläumsspiel anlässlich des 60-jährigen Bestehens unseres Vereins. Gegner ist der BFC Preussen.
Unsere Erfurter wollen diesen besonderen Anlass gemeinsam mit unseren Fans feiern und sportlich an die starke Leistung von Magdeburg anknüpfen. Mit dem Rückenwind dieses Auswärtssieges gehen wir voller Selbstvertrauen in dieses Jubiläumsspiel. Für Rot-Weiß.

20.02.2026 \ Profis