Als gutes Omen erwies sich der neuerliche Besuch des Erfurter Bischofs Dr. Ulrich Neymeyr im Steigerwaldstadion. RWE siegte 2:1 gegen Auerbach.

Der erste Dreier der laufenden Saison ist eingefahren. Beim 2: 1 gegen die Gäste vom VfB Auerbach machten es die Rot-Weißen sich und den knapp 3200 Fans allerdings nach dem Wechsel phasenweise selbst schwer.

Die Gastgeber zeigten von Beginn an, wo in diesem Spiel die Reise hingehen soll. Immer wieder kam der Ball aus einer gut stehenden Abwehrreihe auf die Außen. Lucas Surek sorgte mit Rico Gladrow meist über links, Alexander Schmitt und Selim Aydemir von der anderen Seite für Tempo. In der Spitze zeigten sich Velimir Jovanovic und Sinisa Veselinovic hungrig nach Zuspielen. Doch aus dem Plus an Ballbesitz und Spielanteilen konnte gegen die tief stehenden Auerbacher vorerst kein zählbares Kapital geschlagen werden.

Nur Zentimeter fehlten in Minute 24 zur ersten Führung für RWE in dieser Saison. Velimir Jovanovic machte sich nach einer flachen Hereingabe von Selim Aydemir lang, konnte das Leder allerdings nicht mehr entscheidend in Richtung Tor lenken, so dass die Kugel knapp neben dem linken Pfosten ins Aus rollte. Lucas Surek fasste sich nach 38 Minuten aus der Distanz ein Herz, setzte aber etwas zu hoch an. Grund zum Jubeln hatten die RWE-Fans dann endlich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Alex Schmitt bekam den Ball auf halbrechts und setzte mit Gefühl eine hohe Hereingabe an. Am Fünfer schraubte sich Sinisa Veselinivoc nach oben und vollendete ins rechte obere Eck.

Auerbach startete mit mehr Druck in Hälfte zwei und kam so deutlich öfter vor das am 4. Spieltag von Julian Knoll gehütete RWE-Tor. Allerdings taten sich in der Folge mehr Räume für die Gastgeber auf, die immer wieder zu Kontern genutzt wurden. Einen davon eröffnete ein langer Ball auf Rico Gladrow, der sich über links Richtung Strafraumeck durcharbeitete. Seinen Pass ins Zentrum nahm Alexander Schmitt auf und netzte das Leder straff oben rechts ein (56.).

Mancher RWE-Anhänger hatte zu diesem Zeitpunkt bestimmt auf eine Vorentscheidung gehofft. Ein Patzer von Julian Knoll keine 120 Sekunden später ließ die Gäste in Person von Marc-Philipp Zimmermann aber auf 1:2 verkürzen. Weitere Unsicherheiten in den rot-weißen Reihen sorgten im Lauf der Partie für Unmut auf den Rängen. Immer wieder wurden Bälle leicht hergegeben, dem VfB damit die ein oder andere Möglichkeit vorbereitet. Ruhe hätte sicherlich das 3:1 gebracht, das Velimir Jovanovic sieben Minuten vor Ende auf dem Fuß hatte, aus aussichtsreicher Position aber verzog. So mussten die Anhänger der Rot-Weißen noch einige Minuten bangen, bis der erste Dreier endlich unter Dach und Fach war.

Spielverlauf anzeigen 17.08.2019 \ Profis