Der FC Rot-Weiß Erfurt und der BFC Preussen trennen sich am siebten Spieltag der Regionalliga Nordost mit 1:1. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Lucas Vierling die Gäste in Führung (69.), ehe der eingewechselte Mechak Quiala Tito den Ausgleich erzielte (76.).
Damit bleiben unsere Rot-Weißen weiterhin ungeschlagen und erobern die Tabellenführung zurück, geben im vierten Heimspiel der Saison aber erstmals Punkte ab.


Vor 6.272 Zuschauern im Steigerwaldstadion tat sich die Mannschaft von Fabian Gerber von Beginn an schwer. Die Gäste agierten griffig in den Zweikämpfen, standen kompakt und machten die Räume eng. Rot-Weiß fand im Spielaufbau nur selten die passenden Lösungen und konnte den temporeichen Kombinationsfußball der vergangenen Wochen kaum auf den Platz bringen.


Die erste gute Erfurter Möglichkeit entstand nach zwölf Minuten. Hinata Gonda hob einen Freistoß gefühlvoll über die Berliner Mauer in den Lauf von Romarjo Hajrulla, dessen Direktabnahme jedoch zu zentral geriet. Die beste Chance des ersten Durchgangs hatte Maxime Awoudja: Nach einer Ecke kam der Erfurter Kapitän am zweiten Pfosten zum Abschluss und setzte den Ball an die Latte (25.). Nur wenig später schoss Hajrulla einen Freistoß aus aussichtsreicher Position deutlich über das Tor (27.).

Auch der BFC Preussen versteckte sich nicht und kam vereinzelt zu Abschlüssen, ohne Lorenz Otto ernsthaft überwinden zu können. Zwar erhöhte Rot-Weiß kurz vor der Pause noch einmal den Druck, insgesamt blieb die Partie aber zerfahren und von vielen Unterbrechungen geprägt. Folgerichtig ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel drängten unsere Rot-Weißen die Gäste phasenweise tiefer in deren Hälfte, fanden gegen die kompakte Berliner Defensive aber weiterhin nur selten den Weg in gefährliche Abschlusspositionen. Fabian Gerber reagierte nach etwas mehr als einer Stunde und brachte mit Mechak Quiala Tito, Dustin Forkel und Stanislav Fehler drei frische Offensivkräfte in die Partie (66.).

Den ersten Treffer erzielten dennoch die Gäste. Nach einem Freistoß von der rechten Seite kam Lucas Vierling am zweiten Pfosten zum Kopfball und setzte den Ball ins lange Eck (69.). Plötzlich lag Rot-Weiß mit 0:1 zurück.

Die Antwort folgte sieben Minuten später. Mechak Quiala Tito nutzte den freien Raum auf der rechten Seite und brachte den Ball zum 1:1 im Berliner Tor unter (76.). Der Ausgleich setzte noch einmal neue Kräfte frei, doch der erhoffte Sturmlauf blieb aus. Trotz weiterer Bemühungen fehlte unseren Jungs in der Schlussphase die nötige Durchschlagskraft, um die Partie vollständig zu drehen.

In der Nachspielzeit sahen die Berliner Ben Meyer und Charmaine Häusl jeweils die Gelb-Rote Karte. Aus der doppelten Überzahl konnte Rot-Weiß in den verbleibenden Minuten jedoch kein Kapital mehr schlagen.

So steht am Ende ein 1:1, mit dem unsere Rot-Weißen ihre ungeschlagene Serie fortsetzen. Weiter geht es am kommenden Freitag, dem 4. September, um 17:30 Uhr mit der zweiten Runde des Thüringenpokals bei Grün-Weiß Siemerode.

29.08.2026 \ Profis