Die Rot-Weißen drehen in Hälfte zwei die Partie und machen mit dem 2:1-Erfolg gegen die Hauptstädter den zweiten Heimdreier perfekt. Thomas Brdaric schrie nach dem Spiel seine Freude in Richtung Fankurve. „Da sind sie, da sind die Spieler“, zeigte er immer wieder auf seine Jungs und die Menge vor ihm johlte zustimmend. Bis zu diesem Moment, in dem der Stolz auf seine Mannschaft dem Trainer aus dem Stimme sprach, war es jedoch ein verdammt hartes Stück Arbeit gewesen.

Denn den besseren Start erwischten eindeutig die Gäste. Schon nach fünf Minuten musste Keeper Jannick Theißen, dem der Trainer das Vertrauen geschenkt hatte, die Kugel aus dem RWE-Netz holen. Nach einer Hereingabe von Ronny Garbuschewski schaltete sein Mannschaftskollege Felix Krüger am Schnellsten und schob aus Nahdistanz zum 1:0 ein. Die frühe Führung des BFC machte die Sache für die Erfurter Offensive nicht leichter, zumal sich die Mannen von Christian Benbennek nun mit noch breiterer Brust präsentierten. Die Gastgeber versuchten es in der Folge u.a. mit langen Bällen, fabrizierten im Vorwärtsgang aber immer wieder leichte Fehler, die dem Gegner Raum für eigene Möglichkeiten gaben. In Minute 23. dann die Großchance auf das 2:0. Wieder hattedie rot-weißeAbwehr den Ball nicht konsequent geklärt, Andor Bolyki spazierte in den Strafraum, scheiterte aber bei seinem Versuch an dem glänzend aufgelegten Jannick Theißen.

Nach diesem Warnschuss zeigte sich Erfurt deutlich engagierter, vorerst aber noch ohne zählbares Ergebnis. Mit einem gefühlvoll getretenen Freistoß von Rico Gladrow aus gut 25 Metern halblinks kamen die Gastgeber dem Ausgleich recht nahe – der Ball landete am Außennetz. So ging es mit dem Rückstand in die Kabine.

Aus dieser kam für Durchgang zwei Selim Aydemir an Stelle von David Vogt auf den Platz. Der Wechsel machte sich sofort im Offensivspiel bemerkbar. Die Heimelf drückte den Gegner vermehrt in dessen Hälfte und erspielte sich gute Möglichkeiten. Zwar verpasste Sinisa Veselinovic nach einer Hereingabe von Lucas Surek noch den Kasten von Michel Witte (52.). Nach Eckball Nummer 7 stand der RWE-Stürmer am langen Pfosten goldrichtig und drückte das Leder zum viel umjubelten Ausgleich in die Maschen.

Dieser Treffer setzte beim Team von Thomas Brdaric zusätzliche Kräfte und auch Ideen frei. Einer der folgenden, gut vorgetragenen Angriffe brachte eine viertel Stunde vor Schluss die Führung. Selim Aydemir lupfte den Ball auf halbrechts in den Lauf von Danilo Dittrich. Erfurts Nummer 8 legte im 16er ab auf Velimir Jovanovic, der aus gut fünf Metern seinen vierten Saisontreffer markierte. In der Folge hatte Erfurts Routinier sogar noch das 3:1 auf dem Fuß, wie auch Morten Rüdiger. Am Ende freute sich Velimir Jovanovic mit seinem Team über den Sieg – die kommenden Aufgaben schon im Blick: „Wir wollten unbedingt die Punkte hier lassen. Das ist uns gelungen und es fühlt sich unheimlich gut an. Das ist aber eine Momentaufnahme, es geht weiter.“

Spielverlauf anzeigen 15.09.2019 \ Profis