Der FC Rot-Weiß Erfurt hat sein Auswärtsspiel beim Halleschen FC mit 0:1 verloren und damit die Chance auf einen Erfolg in Sachsen-Anhalt verpasst. Vor 8.900 Zuschauern im Leuna-Chemie-Stadion zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Fabian Gerber vor allem nach der Pause eine engagierte Leistung, musste sich am Ende jedoch aufgrund eines einzigen Gegentreffers geschlagen geben.

Feierlicher Rahmen, intensiver Beginn
Das Aufeinandertreffen stand ganz im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums beider Vereine. Schon vor dem Anpfiff sorgten beide Fanlager mit Choreografien für eine tolle Atmosphäre. Knapp 2.000 Fans aus Erfurt waren angereist und unterstützten ihre Mannschaft lautstark.

Neuzugang Lucas Falcão durfte erstmals von Beginn an ran, während Obed Ugondu die Sturmspitze bildete. Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gastgebern. Halle agierte druckvoll und kam früh zu ersten Abschlüssen, die jedoch von Torhüter Lorenz Otto souverän entschärft wurden.
Unsere Jungs versuchten, über geordneten Spielaufbau ins Match zu finden, tat sich gegen die kompakte HFC-Defensive jedoch schwer. Viele kleine Fouls und Unterbrechungen verhinderten einen echten Spielfluss. Offensiv blieben die Thüringer im ersten Durchgang weitgehend ohne klare Torchancen.


Lorenz Otto hält Rot-Weiß im Spiel
Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto gefährlicher wurde Halle. Vor allem bei Standardsituationen musste die Erfurter Hintermannschaft Schwerstarbeit leisten. Mehrfach rettete Torhüter Lorenz Otto mit starken Paraden und hielt seine Mannschaft im Spiel. Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber die Führung auf dem Kopf, doch der Ball verfehlte knapp das Ziel.
Ein personeller Rückschlag ereilte RWE bereits nach gut 25 Minuten: Ayooluwa Adesida musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden, für ihn kam Laurenz Dehl ins Spiel. Mit viel Einsatz und etwas Fortune brachten die Rot-Weißen das 0:0 in die Kabine.

Deutlich verbesserter Auftritt nach der Pause
Zur zweiten Halbzeit reagierte Fabian Gerber erneut und brachte Maxime Awoudja für Nathan Fuakala. Der Wechsel zeigte Wirkung: Erfurt kam deutlich aktiver aus der Kabine und übernahm in den ersten Minuten das Kommando. Ugondu hatte kurz nach Wiederanpfiff die große Möglichkeit zur Führung, sein Schuss aus guter Position ging jedoch knapp am Tor vorbei.
Auch in den folgenden Minuten wirkte RWE mutiger und zielstrebiger. Eine schöne Kombination über Lucas Falcão und Ben-Luca Moritz brachte Marco Wolf in Abschlussposition, doch auch dieser Versuch fand nicht den Weg ins Netz. In dieser Phase schien das Spiel zugunsten der Gäste kippen zu können.


Ein Moment entscheidet die Partie
Mitten in diese Drangphase hinein fiel jedoch der entscheidende Treffer. Nach einer unübersichtlichen Situation auf der linken Abwehrseite bekam Erfurt den Ball nicht entscheidend geklärt. Eine Flanke von Löhmannsröben landete punktgenau bei Malek Fakhro, der per Kopf das 1:0 für die Gastgeber erzielte (56.). Rot-Weiß zeigte sich davon nur kurz beeindruckt und suchte sofort die Antwort. Immer wieder gelang es, in aussichtsreiche Räume vorzudringen, doch im letzten Drittel fehlte die nötige Präzision. Halle konzentrierte sich nun zunehmend auf Konter und blieb dadurch gefährlich. Erfurt riskierte mehr, stellte in der Schlussphase auf eine Dreierkette um und warf alles nach vorn.


In der Nachspielzeit kam noch einmal Hoffnung auf. Nach einer guten Hereingabe hatte Maxime Awoudja die Möglichkeit zum 1:1, setzte seinen Kopfball jedoch knapp neben den Pfosten. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Henry Müller die Partie und für Rot-Weiß stand die nächste knappe Auswärtsniederlage fest.

Spielverlauf anzeigen 07.02.2026 \ Profis