Am 14. Spieltag mussten sich die Gastgeber im Erfurter Steigerwaldstadion der Germania aus Halberstadt mit 0:1 geschlagen geben. „Wenn ich wüsste, woran es liegt, würde ich es sofort ändern. Wir haben dafür auch keine Erklärung. Der Trainer bereitet uns top vor, stellt uns ein, aber auf dem Platz bekommen wir manches einfach nicht umgesetzt. Ich verstehe es auch nicht“, wiederholte sich Danilo Dittrich nach dem Spiel immer wieder, wenn er auf die aktuelle Situation angesprochen wurde.

Denn die Chancen für einen Punktgewinn, mit etwas Glück auch einen Sieg, hatte sich die Heimelf vor allem in Hälfte zwei erarbeitet. Die Kugel wollte einfach nicht über die Linie. Erfurt gab nach einer ausgeglichenen Anfangsphase immer öfter den Takt vor und sorgte mit der Rückkehr von Velimir Jovanovic in die Startelf für zusätzliche Unruhe in der gegnerischen Hälfte. Doch versäumten es die Schützlinge von Thomas Brdaric einmal mehr, den letzten Ball zielführend zu spielen. Wieder und wieder fehlten am und im Germania-16er die Konsequenz und Genauigkeit beim Abschluss, bei Morten Rüdiger und Marc Brasnic ebenso wie bei Selim Aydemir oder Erfurts Nummer 36. Und genau in diese Drangphase setzte der Gast einen entscheidenden Nadelstich. Patrik Twardzik nutzte eine Unstimmigkeit in der RWE-Abwehr eiskalt zum 1:0. Der Gegentreffer legte sich wie zusätzlicher Ballast auf die weiterhin ergebnislos anrennende Offensivabteilung. Kein Wunder also, dass es bis kurz vor dem Halbzeitpfiff dauerte, ehe eine nennenswerte Aktion zu verzeichnen war. Velimir Jovanovic platzierte einen Kopfball aus Nahdistanz allerdings über die Latte.

Die Pausenansprache des Trainers schien Wirkung zu zeigen. Florian Sowade im Germania-Gehäuse stand nun immer öfter im Mittelpunkt des Geschehens. Velimir Jovanovic scheiterte mehrfach per Kopf und bei einem Drehschuss, dann behielt der VfB-Keeper bei Versuchen von Lucas Surek und Morten Rüdiger die Ruhe. Bei einem gefühlvollen Schlenzer von Ali Abu-Alfa konnte Sowade nur noch hinterher schauen, der Außenpfosten stand dem Schlussmann der Germania jedoch zur Seite. Chance um Chance verpuffte wie die Minuten auf der Uhr verstrichen. Zehn Minuten vor dem Ende fuhr der Gast einen schnellen Konter. Die 2949 Zuschauer rechneten schon mit dem 0:2, als Jannick Theißen mit einer artistischen Einlage die Vorentscheidung doch noch verhinderte.

Halberstadt war in der Schlussphase clever genug, die Führung über die Zeit zu bringen. Wenn Erfurt sich nochmal gefährlich dem Kasten näherte, stand mit Sowade ein sicherer Rückhalt zwischen den Pfosten. Es blieb beim 1:0 für Halberstadt, der Schlusspfiff ging in einem Pfeifkonzert unter.

Spielverlauf anzeigen 03.11.2019 \ Profis