Der FC Rot-Weiß Erfurt fordert im Zuge der laufenden Diskussionen um die Regionalliga-Struktur eine faire und sportlich nachvollziehbare Aufstiegsregelung in der 4. Liga. Seit mehr als 14 Jahren wird über die strukturellen Probleme diskutiert, eine endgültige Lösung steht jedoch weiterhin aus.
Der Kern des Problems ist seit langem bekannt: In fünf Regionalligen kämpfen die Meister um lediglich vier Aufstiegsplätze in die 3. Liga. Damit bleibt Jahr für Jahr ein Meister trotz sportlicher Qualifikation ohne Aufstieg. Aus Sicht des FC Rot-Weiß Erfurt widerspricht diese Konstellation dem Grundgedanken des sportlichen Wettbewerbs sowie dem vom DFB geforderten Fair Play. Der sportliche Wettbewerb ist hochklassig, gleichzeitig erschwert die unsichere Aufstiegsperspektive eine nachhaltige Entwicklung vieler Traditionsvereine.
Der FC Rot-Weiß Erfurt unterstützt zudem ausdrücklich die Initiative „Aufstiegsreform 2025“. Das bundesweite Bündnis wurde im Februar 2025 gegründet und setzt sich für eine faire und transparente Aufstiegsregelung aus den Regionalligen ein. Mittlerweile haben sich rund 60 Vereine aus verschiedenen Ligen dieser Initiative angeschlossen und fordern gemeinsam, dass sportlicher Erfolg künftig auch mit dem direkten Aufstieg belohnt wird.
Geschäftsführer Franz Gerber kennt die unterschiedlichen Gegebenheiten im deutschen Fußball aus eigener Erfahrung sehr genau. Als gebürtiger Bayer und langjähriger Funktionär im Profifußball kennt er die Strukturen der verschiedenen Regionen, auch in Bayern. Gleichzeitig weiß er aus seiner täglichen Arbeit beim FC Rot-Weiß Erfurt, wie schwierig es für Vereine im Osten ist, sich sportlich zu entwickeln und langfristig zu wachsen.
„Ich kenne die Situation aus Bayern und weiß, wie dort gearbeitet wird“, so Gerber. „Aber ich sehe eben auch sehr deutlich, wie schwer es Vereine im Osten haben, wenn sie sich sportlich nach oben entwickeln wollen. Wenn strukturelle Hürden den Weg blockieren, wird der Wettbewerb verhindert.“
„Alle Beteiligten kennen die Problematik seit Jahren. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Entscheidungen getroffen werden müssen“, betont Gerber. „Wenn wir diese Chance erneut verstreichen lassen, verspielt der deutsche Fußball eine weitere Möglichkeit, endlich eine faire Struktur und Gleichbehandlung für die 4. Liga zu schaffen.“
Aus Sicht des FC Rot-Weiß Erfurt braucht der deutsche Fußball eine transparente, nachvollziehbare und einheitliche Regelung.
„Im Sinne des Sports müssen jetzt alle Beteiligten bereit sein, sich zu bewegen“, sagt Gerber. „Es geht nicht um Einzelinteressen und den Erhalt von Privilegien. Es geht um die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs.“
„Es darf nicht sein, dass Meister um ihren Aufstieg zittern müssen, während über Strukturen gestritten wird“, sagt Gerber. „Im Fußball muss die Platzierung entscheiden, nicht die Struktur. Ich hoffe, dass offensichtliche Blockaden vom Westdeutschen, Bayerischen und Norddeutschen Fußballverband aufgegeben werden und im Sinne des Fußballs entschieden wird.“
Der FC Rot-Weiß Erfurt wird sich weiterhin gemeinsam mit vielen anderen Vereinen für eine sportlich gerechte und zukunftsfähige Lösung einsetzen.
18.03.2026 \ Allgemeines



